Die heutige Geschichte wurde von William Morris geschrieben. Vereinzelt habe ich gelesen, dass er als Pionier der Fantasy-Literatur bezeichnet wird. Ob das stimmt, überlasse ich den Sprachforschern.

Zuerst bekannt war er mir, aufgrund seiner Designs, die vielfach für Tapeten, oder heutzutage Geschenkpapier, verwendet werden. Auf sein literarisches Werk stiess ich vor vielen Jahren, glaube ich, über eine Antiquariatswebseite.

William Morris (British, Walthamstow, London 1834–1896 Hammersmith, London) The Well at the World’s End, 1896 British, Woodcut; The Metropolitan Museum of Art, New York, Harris Brisbane Dick Fund, 1917 (17.3.2641(13)) http://www.metmuseum.org/Collections/search-the-collections/354288
Das Original seines Buches „The Well at the World’s End“ ist wunderbar illustriert. „Intricately decorated“. Sein sprachlicher Stil ist gewöhnungsbedürftig – seine Sätze haben eine trügerische Simplistik, die einem manchmal auf die Nerven fallen kann, weil sie umständlich erscheint. Und doch reminisziere ich noch heute Szenen des Buches. Vermutlich wegen der alles durchdringenden Atmosphäre von Positivität und Wohlwollen und der Art, wie er Landschaften durch Worte zum Leben erweckt.
Ralph, der Protagonist, hat die emotionale Tiefgründigkeit einer Pfütze – und doch kommt man nicht umhin, von seinem traumwandlerischen Geschick bezaubert zu werden. Wohin er auch geht liegen die Menschen ihm zu Füssen – oder sind zumindest bestrebt, ihm jeden nur erdenklichen Gefallen zu tun. Und das einfach, weil er naiv, und freundlich und wunderschön ist.
Manu… manchmal hast du mich schon an ihn erinnert 😉 (und damit meine ich nicht den Tiefgang!)
Ich wünsche euch allen viel Vergnügen mit diesem ersten Kapitel – und ich hoffe, ich habe dem Text bei der Übersetzung ins Deutsche nicht allzuviel Gewalt angetan…

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